Obstbau

Aus eigenem Anbau: Apfelsaft, Apfelmischsäfte mit Birne, Quitte, Zwetschge... ganzjaehrig

Himbeeren ab Ende Juni bis zum Herbst

Apfelsaft aus Streuobst der Region 1,40 Euro/Liter. Bei Abnahme von mehreren Kisten Staffelpreise


Das Ernte- und Vermarktungssystem Heckenbeck - Funktionsbeschreibung und Moeglichkeiten der Vervielfaeltigung



Wenn auf der heckenbecker Obstwiese Erntezeit ist, werden Menschen aus dem Dorf und der Umgebung zur Ernte eingeladen. Leitern, Sammelgefaesse und ein grosser Wagen mit Tecker stehen zum genannten Termin bereit. Die Zahl der Sammeltermine orientiert sich an der Apfelmenge. 2015 sind etwa 18 000 kg zusammengekommen.
Die HelferInnen sind selber dafuer verantwortlich, ihre Stundenzahlen einer dazu beauftragen Person vor dem nach Hause gehen mitzuteilen. Sie haben nun die Wahl zwischen einem Direkttausch (eine Stunde Hilfe gegen eine 6er Kiste Apfelsaft) oder dem Aufkauf der auf ihre Stundenzahl entfallenden Saftflaschen zum Preis von z. Zt. 0,90 pro /l plus Pfand. Der Anspruch errechnet sich aus der Gesamtmenge des Saftes (Ausbeute 75%) geteilt durch alle fuer die Ernte geleisteten Stunden (inkl. Transport zur Mosterei). Das ergibt im Schnitt einen Anspruch von 34 l Saft..

Die meisten HelferInnen entscheiden sich fuer die Moeglichkeit der Aufzahlung. Sie haben den Saft wenige Tage nach der Ernte im Keller. Eine bleibende Erinnerung an einen schoenen Nachmittag in der Natur.

Die Vorteile dieses Systems sind dreierlei. Zum einen gibt es keinen Druck in der Ernte. Jede und jeder hilft nach Kraeften und hat Spass. Es ist egal, ob die Sammelleistung bei 50 oder 150 kg/h liegt.
Weiter sind die HelferInnen gleichzeitig die KundInnen. 60% des Saftes ist innerhalb von einer Woche vermarktet. Der Weg von Erzeugung zum Verbrauch ist kurz, von Regionalit?¤t gar nicht zu reden.
Zuletzt koennen die 0,15 Euro fuer die ?pfel direkt fuer die Pflege der Wiese verwendet werden. Ueblicherweise deckt das Geld fuer die ?pfel grade die Erntekosten gut ab.

Dass dieses System in Heckenbeck so gut funktioniert, liegt sicherlich an der besonderen sozialen Struktur in diesem Dorf. Es gibt dort ungewoehnlich viele junge Familien und oekologisch orientierte Menschen. Ich denke, dass es auch in anderen Doerfern Menschen gibt, die fuer ein solches Erlebnis, verbunden mit der Moeglichkeit leckern Saft guenstig zu bekommen, aufgeschlossen sind. Besonders die sich quasi in halboeffentlicher Hand befindliche NABU- und BUND-Obstwiesen eignen sich doch fuer solche Aktionen. Ideen, eine solche Sammelaktion durch ein Rahmenprogramm zusaetzlich attraktiv zu machen, gibt es sicher viele, z.B. Stockbrot und Wuerstchen am Feuer, Gelaendespiele fuer Kinder, Apfelsortenausstellung u.ae..

Nachmachen erwuenscht!

 
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